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Ablauf

Ihre Teilnahme am Pilotprojekt: von der Anmeldung bis zur Auszahlung des Kantonsbeitrags.

Anmeldung

In einem ersten Schritt melden Sie sich für das Abklärungsverfahren beim Kanton an, oder Sie werden durch Ihre gesetzliche Vertretung angemeldet. Sind die Voraussetzungen für ein Abklärungsverfahren erfüllt, erhalten Sie ein Antwortschreiben mit Hinweisen zum weiteren Vorgehen.

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Mehr zu den Voraussetzungen für die Teilnahme am Pilotprojekt

Bedarfsabklärung

Ihre Personendaten werden vom Kanton an die unabhängige Abklärungsstelle IndiBe übermittelt. Die Abklärungsstelle hat das Ziel, Ihren behinderungsbedingten Unterstützungsbedarf beim Wohnen und Arbeiten zu ermitteln. Zu diesem Zweck schickt Ihnen IndiBe alle Unterlagen zur Bedarfsermittlung und Leistungsbemessung zu. Dazu gehört die Selbsteinschätzung.

Die ausgefüllten Unterlagen senden Sie bis zum vorgegebenen Termin an die Abklärungsstelle IndiBe zurück. IndiBe prüft, ob alle relevanten Unterlagen vorhanden sind. Ist dies der Fall, vereinbart IndiBe mit Ihnen Termin und Ort für das Abklärungsgespräch. IndiBe bereitet sich anhand der Unterlagen auf das Abklärungsgespräch vor und klärt anschliessend in einem ein- bis zweistündigen Gespräch Ihren persönlichen behinderungsbedingten Bedarf ab. Die Abklärungsstelle IndiBe hat den Auftrag, alle Personen gleich zu behandeln. Die eingereichte «Selbsteinschätzung» dient als Ausgangslage, um ein präzises Abklärungsresultat zu ermitteln, und kann nicht einfach übernommen werden. Die Abklärung ist ein standardisiertes Verfahren; der Bedarf wird ermittelt und nicht ausgehandelt.

Kostengutsprache

Nach dem Abklärungsgespräch wertet IndiBe das Gespräch aus. Dabei werden Ihre persönlich benötigten Unterstützungsleistungen in Stunden angegeben. Damit Sie vom Kanton Unterstützungsbeiträge erhalten, müssen Sie einen minimalen Unterstützungsbedarf von 30 Minuten pro Tag aufweisen.

Der Kanton stellt Ihnen das Abklärungsergebnis zu. Wenn Sie mit dem Ergebnis einverstanden sind, erhalten Sie vom Kanton eine sogenannte Kostengutsprache. Das heisst, der Kanton gewährt einen bestimmten Betrag für die Bezahlung der notwendigen Unterstützungsleistungen.

Leistungsbezug

Sie (beziehungsweise Ihre gesetzliche Vertretung) entscheiden, wie und wo Sie die erforderlichen Unterstützungsleistungen für den Alltag, beim Wohnen oder Arbeiten, einkaufen möchten. Beispielsweise in einer Werkstätte, in einem Wohnheim, über Nachbarn, Angehörige oder andere Assistenzpersonen.

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Zahlung und Abrechnung der Leistungen 

Für die Betreuung und Pflege, die Sie erhalten, werden Ihnen Rechnungen ausgestellt. Die Rechnungen von Wohnheim, Werkstätte, Angehörigen, von der Spitex oder von anderen Dienstleistern bezahlen Sie selbst. Wenn Sie Assistenzpersonen angestellt haben, zahlen Sie Löhne und Sozialversicherungsbeiträge. Wichtig ist, dass Sie die Belege für alle Ausgaben aufbewahren.

Wenn Sie behinderungsbedingte Sozialversicherungsbeiträge erhalten, zählen diese als Ihre Einnahmen. Ihre behinderungsbedingten Einnahmen und Ausgaben rechnen Sie monatlich ab. Die Abrechnung reichen Sie beim Kanton ein.

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Prüfung der Abrechnung und Auszahlung

Anschliessend erhalten Sie den Kantonsbeitrag zur Finanzierung Ihrer behinderungsbedingten Betreuungs- und Pflegeleistungen. Der Kanton übernimmt dabei den Betrag, der nicht bereits durch die Sozialversicherungsbeiträge gedeckt ist.

Hinweis zu den Steuern

Wer beim Pilotprojekt des Berner Modells teilnimmt und Beiträge erhält (Subjektfinanzierung), muss diese in der Steuererklärung nicht deklarieren. Es dürfen aber auch keine Ausgaben abgezogen werden, die über das Berner Modell bezahlt werden.