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Erfahrungsbericht

Die Mutter von Samuel K. erzählt:

«Das neue kantonale Behindertenkonzept finde ich phänomenal! Mein Sohn Samuel (24 Jahre) leidet unter katatoner Schizophrenie und braucht rund um die Uhr Eins-zu-Eins-Betreuung. Der Pflegeaufwand ist hoch, weil Samuel motorische Blockaden hat und sich zum Beispiel nicht selbstständig anziehen oder duschen kann. Samuels Erkrankung ist sehr selten. Sie beeinträchtigt ihn sowohl psychisch als auch motorisch. Dank des neuen Behindertenkonzepts kann ich Samuels Lebensumstände flexibler gestalten und habe ein grösseres Kostendach zur Verfügung. Ich habe zum Beispiel neu die Möglichkeit, für Samuel eine Stelle zu suchen, bei der er stundenweise zur Arbeit gehen kann. Oder ich kann für die Assistenten, die sich unter der Woche täglich um Samuel kümmern, individuell Lohnanpassungen vornehmen. Auch die Bedürfnisabklärung habe ich als sehr positiv erlebt. Samuel fällt durch seine seltene Erkrankung oft durch alle Raster. Das ist hier nicht der Fall: Das neue Abklärungsverfahren ist äusserst genau und fein abgestimmt. Ich habe mich gut unterstützt und verstanden gefühlt. Durch den grösseren Freiraum in der Wohn- und Lebensgestaltung hat allerdings auch der administrative Aufwand zugenommen.»

 

*Samuel K. ist 24 Jahre alt und leidet seit sieben Jahren an katatoner Schizophrenie. Er nimmt am Pilotprojekt zum neuen Berner Modell teil. Samuel K. lebt bei seinen Eltern. Er liebt Sport (Velofahren, Schwimmen, Eishockey, Klettern, Skifahren) und spielt gerne Video- und Computerspiele.

Samuel K. (rechts) mit seinem Betreuer
Samuel K. (rechts) mit seinem Betreuer